Instagram revolutioniert Rankingsystem – Schluss mit Duplicated Content?

24. Mai 2024

Alex

Duplicated Content, also mehrfach veröffentlichte sehr ähnliche oder sogar identische Inhalte sind auf der Meta-Plattform Instagram nicht gerne gesehen. Wer zu oft dieselben Inhalte postet, muss mit einer reduzierten Sichtbarkeit, Reichweiteneinschränkungen oder sogar einer Sperrung des Accounts rechnen. Zugegeben, bisher hält sich der Konzern eher bedeckt, wenn es um die genauen Methoden zum Aufspüren von Copy-Paste-Content geht. Und auch das Rankingsystem von Instagram ist alles andere als durchsichtig. Sehr zum Unmut vieler kleinerer Creator*innen der Plattform, die ihre Reichweite durch den Algorithmus als negativ beeinflusst sehen: Der Algorithmus spiele nur den großen Creator*innen mit vielen Follower*innen in die Hände, die eine sehr hohe Engagement-Rate und ein großes Ansehen auf der Plattform genießen – und ihren Feed nicht selten auch mit duplizierten Inhalten füllen.

Genau damit soll jetzt aber Schluss sein, wie Instagram-Chef Adam Mosseri kürzlich auf seinem eigenen Instagram-Profil der Community mitgeteilt hat. Die Konsequenz? Eine Reihe von grundlegenden Änderungen auf der Plattform. Mit dem Ziel, auch kleinere Ceator*innen in dem Netzwerk hervorzuheben und so gleiche Recht für alle User*innen zu schaffen.

Mehr Sichtbarkeit für kreative Schöpfer*innen

Die erste grundlegende Änderung betrifft den Kern des Rankingsystem. So arbeite die Plattform an einer neuen Methode zur Bewertung von Empfehlungen, die auch kleinen Creator*innen mehr Content-Distribution verschaffen soll. Durch dieses neue Input-System werden auch Reels kleinerer Schöpfer*innen automatisch einem kleineren Publikum gezeigt, von dem Instagram glaubt, dass es die jeweiligen Inhalte mag – auch wenn dieses Publikum den Creator*innen nicht folgt. Wenn dieses Publikum sich dann mit den Inhalten beschäftigt, präsentiert Instagram die beliebtesten Inhalte einem breiteren Publikum. Auch aus diesen Reels wird wieder selektiert und der beliebteste Inhalt noch mehr User*innen vorgeschlagen. Dieses neue Input-System soll also im ersten Schritt dafür sorgen, dass alle Urheber*innen die gleichen Chancen haben, ein geeignetes Publikum zu finden. Neben dieser grundlegenden Änderung des Empfehlungs-Algorithmus will Instagram noch drei grundlegende Updates einführen, die vor allem Duplicated Content betreffen.

 Das Aus für Copy-Paste

Instagram will künftig nur noch Originalinhalte in den Empfehlungen ausspielen und Duplicated Content komplett aus dem Algorithmus verbannen. Damit werden Reposts und bloße Kopien durch den ursprünglichen Post rigoros ersetzt – allerdings nur an Stellen, an denen Inhalte vom Algorithmus auch wirklich empfohlen werden wie z.B. auf der Erkundungsseite oder in den Feed-Empfehlungen, nicht aber im Feed selbst. Ausgenommen sind stark veränderte bzw. kreativ bearbeitete Inhalte wie Memes oder Parodien. Wir müssen also nicht um unsere liebsten Meme-Seiten bangen!

 Back to the Roots durch Labels

Ein weiteres, wichtiges Update betrifft die Kennzeichnung von neu geposteten, nachgemachten oder nicht-originalen Inhalten: Die Meta-Plattform will diesen Content mit einem Label sowie mit einem Link zum Originalinhalt des ursprünglichen Schöpfers bzw. der Schöpferin versehen. Damit soll den Schöpfer*innenaccounts Credits gegeben und ihre Sichtbarkeit erhöht werden. Diese Labels werden für die Follower*innen des Kontos sichtbar sein, das den Inhalt gepostet hat.  Zwar haben sowohl Creator*in als auch Originalschöpfer*in vorerst noch die Möglichkeit, diese Verlinkung zu entfernen – dies könnte sich in Zukunft aber noch ändern.

Das Aus für Content-Aggregatoren? Nicht ganz

 Seiten, die sich größtenteils auf die Wiederveröffentlichung von Inhalten stützen, werden von Instagram künftig ebenfalls nicht mehr in den Empfehlungen ausgespielt. Das betrifft vor allem sogenannte Content-Aggreatoren, also Accounts, die innerhalb von 30 Tagen mindestens zehnmal Inhalte anderer Creator*innen posten, den sie nicht eindeutig verändert oder kreativ bearbeitet haben.

Hier bleibt Instagram allerdings erstmal gnädig: Nach Ablauf von 30 Tagen können sich diese Konten wieder für die Empfehlungen qualifizieren – wenn sie nicht erneut massenhaft duplizierte Inhalte posten, für die sie nicht kreativ verantwortlich sind. Außerdem: In einem offiziellen Statement bezieht sich Instagram hauptsächlich auf Reels – unklar ist also, inwieweit diese Änderungen auch Fotos betreffen.

 Und was bedeutet das jetzt für uns?

 Content ist eben nicht gleich Content – das verdeutlichen die Maßnahmen von Instagram, die darauf abzielen, Kreativität und Wertschöpfung in den Vordergrund auf der bilderbasierten Plattform wieder in den Vordergrund zu stellen. We like! Allerdings bedeutet es auch, dass Marketingstrategien, die auf das Ausspielen von organischem, duplizierten Content beruhen, absolut nicht mehr zukunftsfähig sind – und dringend überdacht werden sollten.

 

 

 

 

Duplicated Content, also mehrfach veröffentlichte sehr ähnliche oder sogar identische Inhalte sind auf der Meta-Plattform Instagram nicht gerne gesehen. Wer zu oft dieselben Inhalte postet, muss mit einer reduzierten Sichtbarkeit, Reichweiteneinschränkungen oder sogar einer Sperrung des Accounts rechnen. Zugegeben, bisher hält sich der Konzern eher bedeckt, wenn es um die genauen Methoden zum Aufspüren von Copy-Paste-Content geht. Und auch das Rankingsystem von Instagram ist alles andere als durchsichtig. Sehr zum Unmut vieler kleinerer Creator*innen der Plattform, die ihre Reichweite durch den Algorithmus als negativ beeinflusst sehen: Der Algorithmus spiele nur den großen Creator*innen mit vielen Follower*innen in die Hände, die eine sehr hohe Engagement-Rate und ein großes Ansehen auf der Plattform genießen – und ihren Feed nicht selten auch mit duplizierten Inhalten füllen.

 Genau damit soll jetzt aber Schluss sein, wie Instagram-Chef Adam Mosseri kürzlich auf seinem eigenen Instagram-Profil der Community mitgeteilt hat. Die Konsequenz? Eine Reihe von grundlegenden Änderungen auf der Plattform. Mit dem Ziel, auch kleinere Ceator*innen in dem Netzwerk hervorzuheben und so gleiche Recht für alle User*innen zu schaffen.

Mehr Sichtbarkeit für kreative Schöpfer*innen

Die erste grundlegende Änderung betrifft den Kern des Rankingsystem. So arbeite die Plattform an einer neuen Methode zur Bewertung von Empfehlungen, die auch kleinen Creator*innen mehr Content-Distribution verschaffen soll. Durch dieses neue Input-System werden auch Reels kleinerer Schöpfer*innen automatisch einem kleineren Publikum gezeigt, von dem Instagram glaubt, dass es die jeweiligen Inhalte mag – auch wenn dieses Publikum den Creator*innen nicht folgt. Wenn dieses Publikum sich dann mit den Inhalten beschäftigt, präsentiert Instagram die beliebtesten Inhalte einem breiteren Publikum. Auch aus diesen Reels wird wieder selektiert und der beliebteste Inhalt noch mehr User*innen vorgeschlagen. Dieses neue Input-System soll also im ersten Schritt dafür sorgen, dass alle Urheber*innen die gleichen Chancen haben, ein geeignetes Publikum zu finden. Neben dieser grundlegenden Änderung des Empfehlungs-Algorithmus will Instagram noch drei grundlegende Updates einführen, die vor allem Duplicated Content betreffen.

 Das Aus für Copy-Paste

 Instagram will künftig nur noch Originalinhalte in den Empfehlungen ausspielen und Duplicated Content komplett aus dem Algorithmus verbannen. Damit werden Reposts und bloße Kopien durch den ursprünglichen Post rigoros ersetzt – allerdings nur an Stellen, an denen Inhalte vom Algorithmus auch wirklich empfohlen werden wie z.B. auf der Erkundungsseite oder in den Feed-Empfehlungen, nicht aber im Feed selbst. Ausgenommen sind stark veränderte bzw. kreativ bearbeitete Inhalte wie Memes oder Parodien. Wir müssen also nicht um unsere liebsten Meme-Seiten bangen!

Back to the Roots durch Labels

Ein weiteres, wichtiges Update betrifft die Kennzeichnung von neu geposteten, nachgemachten oder nicht-originalen Inhalten: Die Meta-Plattform will diesen Content mit einem Label sowie mit einem Link zum Originalinhalt des ursprünglichen Schöpfers bzw. der Schöpferin versehen. Damit soll den Schöpfer*innenaccounts Credits gegeben und ihre Sichtbarkeit erhöht werden. Diese Labels werden für die Follower*innen des Kontos sichtbar sein, das den Inhalt gepostet hat.  Zwar haben sowohl Creator*in als auch Originalschöpfer*in vorerst noch die Möglichkeit, diese Verlinkung zu entfernen – dies könnte sich in Zukunft aber noch ändern.

Das Aus für Content-Aggregatoren? Nicht ganz

Seiten, die sich größtenteils auf die Wiederveröffentlichung von Inhalten stützen, werden von Instagram künftig ebenfalls nicht mehr in den Empfehlungen ausgespielt. Das betrifft vor allem sogenannte Content-Aggreatoren, also Accounts, die innerhalb von 30 Tagen mindestens zehnmal Inhalte anderer Creator*innen posten, den sie nicht eindeutig verändert oder kreativ bearbeitet haben.

Hier bleibt Instagram allerdings erstmal gnädig: Nach Ablauf von 30 Tagen können sich diese Konten wieder für die Empfehlungen qualifizieren – wenn sie nicht erneut massenhaft duplizierte Inhalte posten, für die sie nicht kreativ verantwortlich sind. Außerdem: In einem offiziellen Statement bezieht sich Instagram hauptsächlich auf Reels – unklar ist also, inwieweit diese Änderungen auch Fotos betreffen.

 Und was bedeutet das jetzt für uns?

 Content ist eben nicht gleich Content – das verdeutlichen die Maßnahmen von Instagram, die darauf abzielen, Kreativität und Wertschöpfung in den Vordergrund auf der bilderbasierten Plattform wieder in den Vordergrund zu stellen. We like! Allerdings bedeutet es auch, dass Marketingstrategien, die auf das Ausspielen von organischem, duplizierten Content beruhen, absolut nicht mehr zukunftsfähig sind – und dringend überdacht werden sollten.

 

 

 

 

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