23. März 2026
Maren
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Am 18. März 2026 ging aperiTTivo in die zweite Runde. Unter dem Motto „Nicht nett. Sondern notwendig. Warum echte Gleichstellung Mut, Macht und Veränderung braucht“ kamen rund 55 Gäst*innen aus der Touristik und artverwandten Branchen im Weird Space in Düsseldorf zusammen.
Was aperiTTivo ausmacht? Offener Austausch statt steifer Formate. Keine Dresscodes, keine Hierarchien – dafür echte Gespräche, neue Perspektiven und Menschen, die bewusst Zeit investieren, um dabei zu sein. Auch diesmal sind einige dafür quer durch Deutschland gereist.
Gästin Vivien Heydebreck war schon beim Auftakt in Berlin dabei und bringt es auf den Punkt: „Für mich ist aperiTTivo ein Pflichttermin – ich versuche es immer möglich zu machen, dabei zu sein. Erfrischend zu sehen, dass eine Veranstaltung auf Plattitüden verzichtet und stattdessen echte Lösungsansätze für mehr Diversität diskutiert. Das zeigt immer wieder, wie einfach und auch niedrigschwellig man auch komplexe Themen in den Mittelpunkt stellen kann – und ein Miteinander über alle Altersstufen hinweg möglich macht.”
Begegnungen, Gespräche, klare Impulse
Der Abend startete direkt mit lebendigem Austausch, drinnen wie draußen, begünstigt durch frühlingshafte Temperaturen; und mit einem Aperitif von Lillet in der Hand.
Den inhaltlichen Auftakt machte Maren Merken mit ihrem Talk „Angry feminists: Wieso wir wütend sind – und was man im Kleinen tun kann“. Es ging um strukturelle Ungleichheit, um Wut als legitime Reaktion – und um Sprache als Hebel für Veränderung.„Gendern ist”, so Maren Merken, „ein demokratisches Update unserer Software. Und Softwareupdates nerven zu Beginn, sorgen dann aber dafür, dass ein System besser läuft.“
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Zwischen Reben und Realität
Im anschließenden Gespräch mit Maren brachte Winzerin Eva C. Müller vom Weingut Müller aus Wöllstein, Rheinhessen, eine weitere Perspektive ein. Als Winzerin arbeitet sie in einer männerdominierten Branche – mit einigen Parallelen zur Touristik. Ihr Wunsch: mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für Frauen*.
Passend dazu hatte sie ihre Weine dabei, darunter Sauvignon Blanc, Rosé Affenbande und den Rosé Sekt Busenfreundinnen. Letzterer unterstützt mit Teilen des Erlöses das Brustkrebszentrum Bad Kreuznach und passte damit ideal zum Thema des Abends.
Panel: Gleichstellung geht uns alle an
Im Panel „Gleichstellung, Nachwuchs & Männer als Allies“* – unterstützt von Orascom Hotels Management – wurde klar: Gleichstellung ist kein Nischenthema. Eric Hellerberg, Auszubildender im 2. Lehrjahr bei der Reiseagentur Vospohl, betonte, dass das Bewusstsein dafür noch immer wächst – etwa wenn Männer* andere Männer* auf unangemessene Aussagen hinweisen. Masterabsolventin Lisa-Marie Küchler (Junior Consultant beim Import Promotion Desk) ordnete das Thema wissenschaftlich ein, sprach aber auch von persönlichen Erfahrungen: „Deshalb sind Allies auch so wichtig”, führt sie weiter aus, „um auf Stereotype oder starre Geschlechter Muster z.B. in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen.” Tobi Zirpel von Sponsor*in Orascom Hotels Management, der kurzfristig für seine Kollegin Sabrina Edelmann eingesprungen war, lenkte den Blick auf Nachwuchsarbeit. Sein Impuls: gezielt kommunizieren, dass junge Menschen bei Veranstaltungen willkommen sind. Nur so könne sich die Altersstruktur verändern und der Nachwuchs mit gestalten.
Die Wichtigkeit des Themas scheint und schien auch an dem Abend allen Anwesenden trotz der lockeren Atmosphäre durchaus bewusst, einige waren extra aus dem Großraum NRW angereist, andere kamen sogar aus Berlin nach Düsseldorf. Angela Marchenko von Worldia ergänzt: „Hierarchieübergreifende Events sind eine tolle Idee, weil jede*r etwas für sich mitnehmen kann. Sowohl diejenigen, die sich in höheren Positionen befinden, als auch jene, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen.“ Und genau das ist unser Anspruch.
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Empowerment statt Frust
Trotz der Schwere des Themas ging es vor allem um Mut und konkrete Ansätze. Eine interaktive Aktion brachte zusätzliche Dynamik: Karten mit realen Aussagen, die viele Frauen* kennen, sorgten für ehrlichen Austausch – und einiges an Gesprächsstoff. Nina Voerster von Ergo Reiseversicherung, erneut Sponsor*in und damit Unterstützerin der ersten Stunde, fasst es so zusammen: „Anders an aperiTTivo ist, es ist erfrischender, es ist ein spritziges Format und es ist extrem kurzweilig – und hat dennoch Tiefe und Relevanz.”
Ausblick
Der Abend hat wieder gezeigt: Gleichstellung passiert nicht von allein. Sie braucht Räume für ehrliche Gespräche – genau die will aperiTTivo schaffen. Wir sagen: Danke an alle Gäst*innen und Sponsor*innen, die genau das möglich machen. Denise Montagne Meer von Center Parcs, die als Brandpartner*in unterstützten, sagt dazu: „Man kann neue und tolle Menschen kennenlernen, gemeinsam anstoßen und Ideen austauschen, sowie Impulstalks und Wissen mitnehmen. Das perfekte Package also.“
Und es geht weiter: Nächster Stopp ist Frankfurt am 17. Juni 2026 – dann mit dem Fokus auf Diversität. Am 23. September 2026 folgt die Hansestadt Hamburg.
Fotos: Lena Baumeister für Tourismus Turn
Mediale Begleitung: Sponsored by merkenschoenberg
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